Viele Bibelstellen warnen davor, die "Welt zu lieben", also
mit anderen Worten, sein Verhalten daran auszurichten, was der
Zeitgeist vorgibt - auch dann, wenn wir uns dabei vielleicht wohl
fühlen.
Leider sehe ich viele Christen und erlebe auch an mir selbst,
daß die Grundlage unseres Handels nicht das Wort Gottes ist,
sondern daß wir oft den bequemeren Weg gehen und dafür
manchmal auch unbequeme Passagen der Bibel ignorieren.
Aber die Bibel ist kein Buffet, an dem man sich die Dinge herauspicken
kann, die einem schmecken. Vielmehr ist es so, daß gerade einige
der unbequemen Passagen den Glauben erst ausmachen. Zum Beispiel
Feindesliebe: Die Menschen zu lieben, die mir Böses tun - das ist
nur mit Gottes Hilfe möglich. Sich nicht vom Geld oder anderen
irdischen Dingen (zum Beispiel der Arbeit, oder dem Fernseher, oder
dem Computer, oder den Hobbies, oder...) bestimmen zu lassen: Das
gelingt auch nicht so ohne weiteres. Jesus ist kein Add-On zu unserem
bisherigen Leben. Er sagt: "Ich bin der Weg und
die Wahrheit und das Leben, keiner kommt zum Vater
denn durch mich." - Mit anderen Worten, Jesus erweitert nicht
unser bisheriges Leben durch ein paar Wohlfühleinheiten, sondern
er ersetzt unser bisheriges Leben durch etwas anderes. Die
bisher bestimmenden Faktoren in unserem Leben verlieren ihre Relevanz
als Lebensgrundlage vollständig. Jesus gibt dem Leben
erst wirklich einen Sinn, warum sollte man da weiter versuchen, aus
letztlich Sinn-losen Tätigkeiten den Sinn für das eigene
Leben zu ziehen?
Es wird Zeit für einen Neuanfang. Wie die Jahreslosung für
2007 schon sagt: "Gott spricht: Siehe, ich will ein Neues
schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr's denn nicht? - Jesaja
43,19a".